Nicht nur große Unternehmen brauchen Strategien

In 5 Schritten erfolgreiche Strategien entwickeln

Kleine Betriebe vernachlässigen die eigene Strategie

Die Finanzkrise von 2007 ist in den meisten Branchen nicht mehr zu spüren. Schon seit mehreren Jahren laufen die Geschäfte gut. Die Wirtschaft wächst, es können genügend neue Aufträge akquiriert werden. Maschinen und Mitarbeiter sind ausgelastet. Häufig kommt es dazu, dass das Auftragsvolumen die eigenen Kapazitäten sogar übersteigt. In diesem Fall wird die Geschäftsführung in das operative Geschäft eingebunden. Häufig ist dies die Regel und nicht die Ausnahme. Gerade in kleinen und mittleren Unternehmen. Eine Strategische und langfristige Planung wird auf Grund von Zeitmangel vernachlässigt. Genau hier liegt der Fehler. Gerade jetzt, wo die Auftragsbücher voll und alle Kapazitäten ausgereizt sind, fällt es schwer, sich mit der Zukunft und etwaigen Veränderungen oder Krisen zu beschäftigen.

Eine langfristige und strategische Planung ist jedoch notwendig, um ein stabiles und nachhaltiges Wachstum generieren zu können. Denn nicht nur die Kundenpräferenzen ändern sich, auch die Branchen und Märkte werden sich unaufhaltsam entwickeln. Wer nicht langfristig plant, wird auf kurz oder lang nicht wettbewerbsfähig bleiben oder mögliche Potenziale nicht ausschöpfen können.

Eine ganzheitliche Strategie bringt mehrere Vorteile

Wer sich dazu entschließt, eine Strategie zu entwickeln und die Unternehmung langfristig zu planen, generiert vor allem drei wichtige Vorteile. Zum einen wird der Kunde wieder in den Fokus gestellt. Denn durch den Blick in die Zukunft und die intensive Beschäftigung mit den Entwicklungen der Märkte und Kundenbedürfnisse, kann ein relevanter Kundennutzen generiert und eine Differenzierung erwirkt werden.

Zum anderen können mögliche Risiken frühzeitig erkannt und mit geeigneten Maßnahmen abgeschwächt werden. Ein weiterer Vorteil liegt zudem darin, dass es durch die detaillierte Betrachtung der eigenen Stärken und Schwächen möglich ist, das gesamte Potenzial des Unternehmens auszuschöpfen und zukünftiges Wachstum zu generieren.

Strategieentwicklung ist ein einfach strukturierter Prozess

Eine Strategie dient dazu, zukünftige Schritte und Entscheidungen vorwegzunehmen. Fragen wie Preisentwicklungen, Expansionen oder Produkterweiterungen werden innerhalb der Strategie festgelegt. Zudem ist eine Strategie immer eine Orientierungshilfe für die Mitarbeiter. Ein Führungsmittel, das die Zukunft des Unternehmens und die Aufgaben für jeden Einzelnen vermittelt. Zu guter Letzt wird durch die Strategie der Mitteleinsatz festgelegt. Die Strategie liefert die Entscheidungsvorlage für die Personal-, Budget- und Investitionsvorgaben.

Vor allem kleinere und mittlere Betriebe sind jedoch mit dieser theoretischen Planung oftmals überfordert. Das entwickeln einer ganzheitlichen Strategie beansprucht Zeit. Zudem fehlt häufig die nötige Erfahrung. Es gibt jedoch erprobte Tools und Methoden, die die Strategieentwicklung vereinfachen. Denn im Grunde ist die Strategieentwicklung ein Prozess, mit sich aufeinander aufbauenden Schritten.

Schritt 1: Ziele festlegen

Die Ziele sind die Basis der Strategie. Dabei können die einzelnen Ziele höchst unterschiedlich sein und verschiedene Bereiche umfassen. Die Unternehmensziele leiten sich häufig aus der Unternehmensmission ab. Ziele müssen dabei konkret gefasst werden. Generelle Ziele wie z.B. Umsatzsteigerung wird erst durch die Anreicherung mit einer Zielvorgabe erreichbar. Zudem müssen es nicht immer harte Ziele sein. Unternehmen sollten sich genau überlegen, welche Ziele zukünftig erreicht werden sollen und diese deutlich formulieren

Schritt 2: Externe Umfeldanalyse

Innerhalb der Umfeldanalyse werden Trends, der Markt und die Wettbewerber analysiert und bewertet. Denn jedes Unternehmen wird stark von außen beeinflusst. Die Zielsetzung ist also, Beeinflussungen aufzuzeigen und zu bewerten, so wie Entwicklungen zu erkennen.

Zur strukturierten Ermittlungen der äußeren Einflussfaktoren bietet sich eine PEST-Analyse, die Umweltveränderungen und Trends in den Kategorien

  • Political
  • Economical
  • Social
  • Technical

klassifiziert. Zusätzlich kann Porters Branchenstrukturanalyse benutzt werden, um den Wettbewerb und die Einflüsse innerhalb der Branche zu strukturieren. Hier werden folgende Einflussfaktoren auf das eigene Unternehmen beleuchtet:

  • Lieferanten
  • Kunden
  • Ersatzprodukte
  • Potentielle neue Wettbewerber
  • Wettbewerber

Schritt 3: Interne Unternehmensanalyse

Dies ist der schwierigste Schritt, denn hier ist die Zielstellung, alle Stärken und Schwächen des eigenen Unternehmens aufzudecken. Häufig wird in diesem Zusammenhang von Betriebsblindheit gesprochen, weshalb in diesem Schritt des Öfteren externe Unterstützung zur Hilfe gezogen wird.

Wichtig ist es, die Stärken und Schwächen nach Bereichen wie Produkte, Prozesse, usw. zu ordnen und zu bewerten. Als Ergebnis erhält man eine detaillierte Übersicht über die eigenen Stärken und Schwächen.

Schritt 4: Strategieoptionen ableiten

In diesem Schritt werden die Ergebnisse aus dem zweiten und dritten Schritt zusammengefasst. Aus der Umfeldanalyse sind die zukünftigen Chancen und Risiken bekannt, aus der Unternehmensanalyse die Stärken und Schwächen. Für die Strategieentwicklung werden diese nun in eine SWOT-Matrix eingetragen.

  • Strength
  • Weakness
  • Opportunity
  • Threat

Hier beginnt der kreative Teil der Strategieentwicklung. Die einzelnen Felder der SWOT-Matrix werden hier gegeneinandergestellt, um Herausforderungen abzuleiten.

  • Chance – Stärke:
    Wie können die Stärken eingesetzt werden um die Chancen zu nutzen?
  • Chance – Schwäche:
    Was kann getan werden, um diese Chance zu nutzen?
  • Risiko – Stärke:
    Wie kann die Stärke eingesetzt werden, um dem Risiko zu entgehen?
  • Risiko – Schwäche:
    Wie kann der Schaden minimiert werden?

Das Ziel ist es möglichst viele, relevante strategische Herausforderungen zu ermitteln.

Schritt 5: Festlegen der Strategie

Die unterschiedlichen Strategieoptionen müssen im letzten Schritt bewertet werden, um die individuell passende Zukunftsorientierung sauber herzuleiten. Sind alle Parameter bekannt und wurde eine geeignete Strategie festgelegt kann im Anschluss daran damit begonnen werden, die notwendigen Weichen zur Erreichung der vorher definierten Zielsetzung zu stellen.

Operative Maßnahmen, Investitionsvolumen und Ressourcen müssen nun geplant werden. Um Widerstand im Voraus zu minimieren, ist es Wichtig, vollumfänglich die neue Strategie Top-Down zu kommunizieren und Ihre Mitarbeiter über anstehende Änderungen und Neuerungen zu informieren.

Strategieberatung bietet objektive Bewertung

Die Erstellung einer Strategie ist kein Hexenwerk, doch je genauer und detaillierter gearbeitet wird, desto höherwertiger das Ergebnis. Gerade für langfristig ausgerichtete Strategien ist eine sorgfältige Vorbereitung unerlässlich. Eine solche Arbeit ist sehr zeitintensiv, so dass es für viele Unternehmen schwierig ist, diese Arbeit abzubilden.

Zudem fehlt es oftmals an Objektivität. Aus diesem Grund landen viele Strategien halbfertig in den Schubladen und werden aus dem Auge verloren. Gerade die Verantwortlichen kleinerer und mittlerer Unternehmen müssen sich die Zeit nehmen, Strategien zu entwickeln. Ist dies nicht möglich, bieten wir als Strategieberatung die Erstellung einer ganzheitlichen Strategie an.

 

Wenn Sie eine Strategie benötigen, kontaktieren Sie uns.

Autor: (iConsultants GmbH)

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